Geschichte



1850

Die Putzleinsdorfer Blasmusik wird gegründet.

Erster Kapellmeister war der Schulmeister und Leiter der damals zweiklassigen Volksschule Anton Wögerbauer, ein gebürtiger Putzleinsdorfer. Neben seinem Organistendienst schwang er auch von 1850 bis 1874 den Dirigentenstab in der Blasmusikkapelle.

1880

Die Putzleinsdorfer Musik bespielt eine Grammophonwalze mit dem von Josef Hofer komponierten Marsch "Gruß aus Putzleinsdorf".

1896

Gründung des Musik- und Gesangsvereins. Erster Obmann: Norbert Hanrieder.

1898

Vereinheitlichung der Kleidung: Feuerwehrbluse mit Stehkragen, dazu eine Schildkappe mit breitem Zierband.

Josef Hofer, ein ausgezeichnerter Musiker und nahmhafter Komponist, leitete die Kapelle von 1874 bis 1904. Hofer hat sich um das Musikleben Putzleinsdorfs die größten Verdienste erworben. Neben seiner Berufstätigkeit in der Schule, als Organist und Kirchenchorleiter widmete er seine Freizeit unter anderem der Ausbildung des Sänger- und Musikernachwuchses. Zahlreiche handgeschriebene Noten für den Kinderchor und für die Blaskapelle zeugen von seinem unermüdlichen Fleiß.

1925

Die Kapelle spielt in Mühlviertler Tracht in den Sofiensälen in Wien beim Ball der Oberösterreicher auf.

1927

Als erste Kapelle im Bezirk erhält die Ortsmusik eine einheitliche Tracht: Steireranzug mit Ausseerhut und Federgesteck.

1928

Gründung der Burschenmusik, bestehend aus zwölf  Jungmusikern, die der Kapelle angehören.

Josef Hofers Nachfolger als Schulleiter, Organist und Kapellmeister der Blasmusik war dessen Schwiegersohn Hans Friedl, der mit gleichem Eifer und wahrem Geschick - seine Geduld sei besonders hervorgehoben - bis zu seinem Tode im Jahre 1944 wirkte.

 
1939

Erstmals Teilnahme an einem Wertungsspiel in Haslach.

1940

Auflösung des Musik- und Gesangsvereins.

1946

Die unter Leitung von Ludwig Schernberger wiedererstandene Kapelle nimmt am "Mühlviertler Musikfest" mit Wertungsspiel auf dem Pöstlingberg teil.

1949

Am 2. und 3. Juli: großes Musikfest anlässlich des 100-jährigen Bestehens.

Ludwig Schernberger ("Weaner Seiler") führte die Kapelle von 1944 bis 1951 und hat sich in der Nachkriegszeit große Verdienste um die Musikkapelle erworben.

1951

Die Musik erhält eine blaue Uniform mit Tellermütze.

Schernberger Ludwig jun. trat erfolgreich in die Fussstapfen seines Vaters. Schon seit seiner Jugendzeit widmete er sich der Musik und wirkte als tüchtiger Spieler einiger Instrumente und als Sänger stets mit großem Eifer und edler Uneigennützigkeit für Kirche und Gemeinde. Als Leiter der Burschenmusik vor 1938  sammelte er die ersten Erfahrungen, die ihm dann als Kapellmeister in den Jahren 1951 bis 1959 zugute kamen.

1961

Umstimmung der Instrumente von hoher auf Normalstimmung.

1964

Neueinkleidung in Mühlviertler Tracht.

Von 1959 bis 1976 führte VS-Direktor Franz Höfler die Kapelle mit Eifer und pädagogischem Geschick. Dafür zeugen wohl am besten die Erfolge in den 17 Jahren seines Wirkens. Konsulent Dir. Franz Höfler leitete auch jahrelang erfolgreich den Kirchenchor. Als langjähriger Gemeindevorstand war ihm das kulturelle Leben ein besonderes Anliegen. Höhepunkt für ihn und für die ganze Bevölkerung war das Kulturjahr 1979 anlässlich 400 Jahre Markt und 1000 Jahre Putzleinsdorf.

1970

Großes Bezirksmusikfest zum 120-jährigen Jubiläum, 24 Gastkapellen.

1975

Die Putzleinsdorfer Musik wird vom Direktor des Hilton-Hotels, Herrn Rupert Huber, nach Wien eingeladen. Die Musiker verbringen eine Nacht im Nobelhotel und geben für die Hotelgäste zwei Konzerte.

Seit 1976 leitet die aus 54 Musikerinnen und Musikern bestehende Kapelle August Starlinger, welcher zugleich auch Stabführer ist. Sie erlebt große Erfolge.

1980

1. Teilnahme an den internationalen Musiktagen in Rastede.

1986

Ehrung der Musikkapelle durch den Landeshauptmann für oftmalige und erfolgreiche Teilnahme an Bezirksbläsertagen.

1987

Musikalische Auftritte beim traditionellen Weinfest in Bingen am Rhein.

1994

2. Teilnahme an den internationalen Musiktagen in Rastede

1995

Verleihung der höchsten Auszeichnung des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes - der KINZL-Medaille.

1997

Ehrung der Musikkapelle durch den Landeshauptmann für oftmalige und erfolgreiche Teilnahme an Bezirksbläsertagen.

1999

Bei den Bezirksbläsertagen erspielt die Putzleinsdorfer Musikkapelle als einzige im Bezirk einen ausgezeichneten Erfolg.

2001

Hannes Peer übernimmt die Position des Kapellmeisters. Anfangs wird diese Position gemeinsam mit weiteren fünf Personen ausgeübt, die Herbstkonzerte werden von auswertigen Kapellmeistern (Walter Andraschko, Christian Ornetzeder) geleitet.

2002

Ehrung der Musikkapelle durch den Landeshauptmann für oftmalige und erfolgreiche Teilnahme an Bezirksbläsertagen.

Musikausflug Ungarn

2004

Musikausflug Navis / Tirol

2006

Musikausflug Chiemsee und Gegenbesuch der Naviser Musikkapelle.

Elke Wullner übernimmt die Position der Kapellmeisterin.

2007

Überreichung des Blasmusikpreises an 10 Kapellen Oberösterreichs. Putzleinsdorf erreicht den 5. Platz.
Ehrung der Musikkapelle durch den Landeshauptmann für oftmalige und erfolgreiche Teilnahme an Bezirksbläsertagen.

Als erster Putzleinsdorf Musiker erspielt sich Michael Stadlbauer das Leistungsabzeichen in Gold. In den nächsten Jahren folgen weitere goldene Abzeichen.

2008

Beim Blasmusikpreis erhält die Musikkapelle Putzleinsdorf den 2. Preis, ein großer Erfolg nach dem 5. Platz im Vorjahr.

2009

Erneute Verleihung des Blasmusikpreises an die Musikkapelle Putzleinsdorf (5. Platz).

2010

Der Musikverein Putzleinsdorf erreicht den 3. Platz bei der Blasmusikpreisverleihung, und ist damit die einzige Kapelle, die bisher jedes Jahr unter den Top-10 landen konnte.

Das Blasmusikfest findet zum 160-jährigen Jubiläum vom 18.-20. Juni in Putzleinsdorf statt. Zur Marschwertung treten alle Kapellen des Bezirks an. Die Konzertwertung wird im November in der Alfons-Dorfner-Halle in Lembach durchgeführt werden.